Kulturmanagement-Nachrichten

IKEAs Doppelmoral

Der schwedische Möbelhersteller legt Wert auf sein weltoffen-liberales Selbstverständnis – sofern es nicht wirtschaftliche Interessen berührt. Nachdem bereits vor Jahren der IKEA-Katalog für Saudi-Arabien von westlichen Frauenbildern „bereinigt“ worden war, ist Gleiches nun auch der Sonderausgabe für orthodoxe Juden in Israel willfahren. Das Unternehmen reagiere damit auf entsprechende Anfragen der Käufergruppe, heißt es aus der Konzernleitung.

www.jpost.ocm

Bundesweiter Vorlesetag

Am 18. November 2018 ist wieder bundesweiter Vorlesetag. Die gemeinsame Initiative von ZEIT, Stiftung Lesen und DB Stiftung kann mittlerweile auf 110.000 Aktive bauen, die am Aktionstag rund 2 Mio. Menschen mit ihrem literarischen Angebot begeistern wollen. Noch gesucht wird die „Vorlesestadt 2016“ in den Kategorien „nachhaltig“, „außergewöhnlich“ und „aktiv“. Interessenten können ihre Aktionen im Internet voranmelden.

www.vorlesetag.de

Ethik der digitalen Gesellschaft

Für eine neue Ethik der digitalen Gesellschaft setzt sich der 3. Netzpolitische Kongress von Bündnis 90/Die Grünen am 28. Oktober 2016 in Berlin ein. Diskutiert werden u.a. die Perspektiven einer „zukunftweisenden und den Menschen in den Mittelpunkt stellenden Netz- und Digitalisierungspolitik“. Die Teilnahme an der Veranstaltung im Deutschen Bundestag ist kostenlos; schriftliche Anmeldung mit Angabe des Geburtsdatums erforderlich.

www.gruene-bundestag.de

Städte werden wilder

Neue „wilde Lebensräume“ sind Ziel eines Projektes des Bundesumweltministeriums, das in den Pilotstädten Frankfurt am Main, Hannover und Dessau-Roßlau gestartet ist. Sich selbst überlassene Brachflächen sollen dort die ökologische Qualität des Stadtraums verbessern und wieder Naturerfahrung ermöglichen. Das vom Bundesamt für Naturschutz begleitete Projekt ist auf 6 Jahre angelegt und wird mit 3,3 Mio. Euro bezuschusst.

https://biologischevielfalt.bfn.de

Gebremste Vergangenheitsbewältigung

Schon seit Jahren untersuchen eigenständige Historikerkommissionen die NS-Verstrickungen von Ministerien und obersten Bundesbehörden. Nur das Kanzleramt zeigte sich bislang zurückhaltend bei der Aufarbeitung der eigenen braunen Vergangenheit. Eine diesbezügliche parlamentarische Anfrage der Fraktion Die Linke wurde mit dem Hinweis auf ein geplantes „ressortübergreifendes Forschungsprogramm“ (Drucksache 18/9472) eher vage beantwortet.

www.bundestag.de/drs