Kulturmanagement-Nachrichten

Ermäßigte Mehrwertsteuer für digitale Presse

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) hat die von der EU-Kommission vorgeschlagene Senkung der Mehrwertsteuer für digitale Presseangebote begrüßt. Nach Meinung des BDZV würde der ermäßigte Mehrwertsteuersatz für entsprechende Digitalisate die ohnehin schwierige Situation am Zeitungsmarkt in Deutschland entspannen. Die Besteuerung von Zeitungen sollte zudem grundsätzlich überdacht werden.

www.bdzv.de

Europäischer Museumspreis 2016

Der diesjährige Europäische Museumspreis geht an das „Museum der Geschichte der polnischen Juden“ in Warschau. Der Ende 2014 eröffnete Neubau befindet sich im Zentrum des ehemaligen jüdischen Viertels und soll an die gemeinsame polnisch-jüdische Vergangenheit erinnern. Die undotierte Auszeichnung wird jährlich vom Europäischen Museums Forum in Kooperation mit dem Europarat vergeben.

www.europeanmuseumforum.info

Stiftungsfonds für Flüchtlinge

30 niedersächsische Stiftungen haben einen Fonds mit 250.000 Euro aufgelegt, um Freiwillige in der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe zu unterstützen. Einzelpersonen und Projekte können daraus relativ unbürokratisch bis zu 500 Euro erhalten. Gefördert werden u.a. Sprachkurse sowie Tickets für Ausflüge. Angeregt wurde der Fonds von er Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung und der Klosterkammer Hannover.

www.stiftungen-helfen.de

Kunstpalast verliert Sponsor

Die Krise der großen Energieunternehmen erreicht den Kultursektor. So wird sich EON 2017 aus der langfristigen Finanzierung des Düsseldorfer Museums Kunstpalast zurückziehen. Damit fehlen dem Haus 750.000 Euro jährlich, die bislang vor allem in Sonderausstellungen flossen. Der Energiekonzern hatte bereits 2014 seine berühmte Leihgabe Pollocks „Number 5“ in New York versteigern lassen, um sein Engagement für den Kunstpalast aufrecht erhalten zu können.

www.smkp.de

Graffiti-Datenbank geplant

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Universität Paderborn planen zusammen den Aufbau eines „Informationssystems Graffiti in Deutschland“. Zunächst sollen rund 120.000 Fotos aus Mannheim, Köln und München aus den Jahren 1983 bis 2015 erfasst werden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt das Projekt in den nächsten drei Jahren mit insgesamt 850.000 Euro.

www.kit.edu