Kulturmanagement-Nachrichten

Gefangenenbücherei des Jahres

Die Bibliothek der JVA Dortmund ist „Gefangenenbücherei des Jahres 2016“. Der Förderverein Gefangenenbüchereien mit Sitz in Münster hatte den insgesamt mit 6.000 Euro dotierten Preis anlässlich seines zehnjährigen Bestehens erstmalig ausgeschrieben. Er würdigt u.a. die vorbildliche und engagierte Arbeit der Büchereibediensteten in dem Dortmunder Gefängnis sowie die Vielfalt des Medienangebots und die Raumgestaltung.

www.fvgb.de

Investition Soziokultur

Niedersachsen investiert in diesem Jahr rund 770.000 Euro in den Ausbau und die Modernisierung soziokultureller Zentren. Ziel ist, durch die nachhaltige Stärkung von Einrichtungen mehr Menschen die kulturelle Teilhabe zu ermöglichen. In den Genuss einer Förderung kommen insgesamt 9 Zentren, die der Landesbeirat Soziokultur empfohlen hat.

http://soziokultur-niedersachsen.de

Schnitt-Kultur

Im saudi-arabischen Fußball spielen zumeist Ausländer, die aus den europäischen Ligen eingekauft wurden. Deren z.T. exotischen Haarschnitte passen dem nationalen Fußballverband nicht. Daher wurde nun das Tragen „unislamischer Frisuren“ verboten. Vor allem das „Qaza-Phänomen“, bei dem Teil des Kopfhaars abrasiert werden, passt den Islam-Wächtern des Fußballs nicht.

http://de.fifa.com/associations/association=ksa

Wiener Geschichtsentsorgung

Die österreichischen Sozialdemokraten diskutieren eine Umbenennung des „Heldenplatzes“ in Wien, weil hier 1938 der Anschluss an das Deutsche Reich öffentlich vollzogen wurde. Als alternative Bezeichnungen werden „Platz der Republik“ oder „Platz der Demokratie“ gehandelt. Der Koalitionspartner von der Österreichischen Volkspartei verweist dagegen darauf, dass der Heldenplatz seinen Namen bereits zu kaiserlichen Zeiten erhalten hat.

www.vienna.at

Hellenismus contra Gucci

Die Akropolis darf als Weltkulturerbe nicht für eine Gucci-Modenschau genutzt werden. Das hat der Zentrale Archäologische Rat Griechenlands beschlossen und damit die Pläne der italienischen Modemarke durchkreuzt, die für eine 15-minütige Show vor geladenen Gäste rund 2 Mio. Euro Miete zahlen wollte. 1951 war der Athener Stadtverwaltung wesentlich konzilianter gewesen. Damals hatte bereits Dior ein Fotoshooting auf der Akropolis durchgeführt.

www.griechenland.net