pdf E 3.05 Es gibt keine schlechten Chöre, nur schlechte Dirigenten

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Jeder Mensch, jedes Team und jede Organisation hat ein ungeahnt großes Potenzial, das hin und wieder aufblitzt. Dieses zur Wirkung zu bringen, liegt in der Verantwortung der Führungskräfte. Störungen in den zwischenmenschlichen Beziehungen und die mit der Arbeit verbundenen Strukturen behindern häufig die Einsatzbereitschaft und den Ideenreichtum der Mitarbeiter. Den größten demotivierenden Einfluss übt der direkte Vorgesetzte aus. Ein berühmter Chordirigent antwortete auf die Behauptung, es liege an dem „Material“ (der Qualität der Sängerinnen und Sänger eines Chores), dass es gute und weniger gute Chöre gebe: „Es gibt keine schlechten Chöre, nur schlechte Dirigenten!“ Wie sonst wäre es auch zu erklären, dass ein Chor, ein Orchester, eine Firma, deren Performance bislang suboptimal verlaufen ist, unter anderer Leitung mit denselben Mitgliedern der Organisation erfolgreich wird? Die Mitarbeiter wahrzunehmen, ihre Reaktionen zu erspüren, Feedback zu geben und zu erhalten, Anerkennung und positive Zuwendung zu äußern, freundlich, aufmerksam, verlässlich und beständig zu sein und eine partnerschaftliche Art des alltäglichen Kontaktes zu praktizieren und miteinander zu reden – all das trägt dazu bei, die jedem Menschen innewohnende Motivation zu stärken. „Erfahrung in der Motivation von Mitarbeitern“ ist eine der meist geforderten Qualifikationen in Stellenanzeigen von Managern. Entsprechend groß ist die Nachfrage nach „Motivierungskünstlern“. Den Komplex „Motivation“ in seiner Vielschichtigkeit verstehen zu können, die Abgrenzung von Motivation, Manipulation und Motivierung zu erkennen und als Führungskraft die Motivation der Mitarbeiter nicht zu beeinträchtigen, sondern nachhaltig zu fördern – das ist das Ziel dieses Beitrags.


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